Wer schreibt, der bleibt...

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... mit guten Texten in bester Erinnerung.

Dieses Jahr hat es ja zum Glück nicht so lange gedauert mit dem Frühlingserwachen. Im nahen Biotop waren die Frösche schon fleißig und haben für die nächste Generation Kaulquappen gesorgt.

13.März 2014
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Wie schön, dass es mitfühlende Kolleginnen gibt! Susanne Gurschler meldete sich sofort, als mein November-Beitrag erschien. Sie hat eine Lösung. LESEN!

 

Dann stößt man zum Beispiel auf Gedichte, die dem usseligen Monat angenehme Seiten abgewinnen wie das von Heinrich Seidel (1842-1906):

Solchen Monat muß man loben:
Keiner kann wie dieser toben,
Keiner so verdrießlich sein
Und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
Keiner so mit Sturrmwind graulen!
Und wie naß er alles macht!
Ja, es ist die wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
Wie sie tanzen in dem Wind
Und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
Und sie durcheinander wirbelt
Und sie hetzt ohn' Unterlaß:
Ja, das ist Novemberspaß!

Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
Ihren feuchten Himmelstau
Ur und ewig, trüb und grau!
Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Und an jeder Traufe hängt
Trän' an Träne dicht gedrängt.

O, wie ist der Mann zu loben,
Der solch unvernünft'ges Toben
Schon im voraus hat bedacht
Und die Häuser hohl gemacht!
So daß wir im Trocknen hausen
Und mit stillvergnügtem Grausen
Und in wohlgeborgner Ruh
Solchem Greuel schauen zu!

Wenn man das Zuschauen unter eine muckelige Decke im hohlen Haus verlegt, macht das tatsächlich Freude! Und gute Laune.

Viel mehr gegen November-Blues und für behagliche Stunden auf dem kamingewärmten Sofa gibt es hier: www.susannegurschler.at

28.November 2013
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So schön das strahlende Blau aus Wien mit dem Rückblick auf fröhliche Tage auch ist: Nun kann auch ich den November-Blues nicht mehr ignorieren.

Was tröstet? Erstens: Die aufblitzenden Lichtlein des Advents. Zahllose Nachbarn sind schon gut vorbereitet, Weihnachtsmärkte offen, endlich haben die Nikoläuse, Adventskalender und Co. ihre Berechtigung, im Laden rumzuliegen.

Zweitens: Die Aussicht auf drei sooo vollgefüllte Terminkalenderwochen, dass mir selbst der kleinste Gedanke an trübes graues Nichts gar nicht erst kommen kann.

Drittens: In nicht mal mehr VIER WOCHEN geht es wieder bergauf!!!!!!! Dann wird es bald, bald, bald wieder so:

28.November 2013
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Wien wirkt nach in diesen Oktobertagen.

 

Die Hofburg: nicht zu Unrecht ein Touristenmagnet. Um dem k.u.k.-Klischee die Krone aufzusetzen, werden regelmäßig Blasmusiker rausgeschickt, die den Radetzkymarsch und andere Perlen der Militärmusik intonieren. Wir Textinen waren zum Glück schon "umme Ecke".

 

12.Oktober 2013
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Wien: Mehr als Walzer und Schmäh!

 

Zugegeben, vom Wiener Walzer habe ich an dem viel zu kurzen Wochenende gar nichts mitbekommen. Musikalisch gab es nur Märsche an der Hofburg – inklusive Radetzkymarsch. Dafür gab es aber schon bei der Anreise mit dem Euronight aus Köln geballten Wiener Charme! Das Personal im Nachtzug versorgte uns charmant mit allem Nötigen und stimmte phonetisch schon mal auf die österreichische Hauptstadt ein.

Die Stadt selbst zog mich sofort in ihren Bann. Großartige Architektur, unfassbar gut organisierter Öffentlicher Personennahverkehr, internationales Flair allerorten und dennoch kaum Hektik – dazu etwa 50 gut gelaunte und abenteuerlustige Textinen vom weltbesten Netzwerk (www.texttreff.de) zu einem perfekt organisierten Programm unserer österreichischen Kolleginnen. WAHNSINN – und natürlich auch GENIAL!!!!

 

Ein absolutes Highlight in Wien ist die Nationalbibliothek. Meine Kölner Kollegin Heike Baller, Literaturexpertin sondergleichen, hat unseren gemeinsamen Besuch im Prunksaal schon so informativ beschrieben, dass ich hier nur darauf verweise: www.profi-wissen.de/prunksaal-oenb-sehenswert/

 

 

02.Oktober 2013
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„Nicht nur ein Gartenbuch“ verspricht Autorin Britta Freith. Ihr neuestes Werk „Hinterm Stall die Blumen“ soll mehr bieten als schöne Bilder aus ländlicher Idylle und Gartentricks. „Jede Menge faszinierende Geschichten rund ums Landleben und die Landwirtschaft“ kündigt sie an, „ein dickes Paket Landlust“ also…

…nun, dann wollen wir mal schauen: Ein „dickes Paket“ ist das Buch schon mal, wenn man es nur in die Hand nimmt. Mehr als ein Kilo bringt der Schmöker auf die Waage. Die fühlen sich sehr nach gemütlicher Liegestuhl-Lektüre an. Auch das Format fordert zum genüsslichen Schmökern eher heraus als zum schnellen Nachschlagen. Angesichts des Inhaltes ist es auch unbedingt nötig, sich Zeit zu nehmen, wie schon beim Blick auf das Inhaltsverzeichnis klar wird.

13 Portraits von Landfrauen aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz, ihre Gärten, ihre Höfe, ihre Familien und zwischen den Zeilen auch ganz viel ihrer Lebenseinstellung präsentiert Britta Freith –und der Fairness muss man die Fotografin Bigi Möhrle gleich mit nennen. Denn tolle Fotos gehören unabdingbar zum genussvollen Lesevergnügen dazu. Um es vorwegzunehmen: Die Erwartungen werden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Denn Britta Freith und Bigi Möhrle bieten wirklich nicht nur das übliche Gartentipp-Landlebenidyll-Erlebnis, auch wenn das hier gar nicht abgewertet werden soll. Die Auswahl der vorgestellten Landfrauen bietet die gleiche bunte Vielfalt wie ihre Gärten: Vom beinahe schon dänischen Anwesen auf sandigem Boden bis zum Kärntner Traditionshof vor malerischer Bergkulisse reicht die Bandbreite – und dazwischen gibt es die Geschichten über die interessanten Frauen, die diese Höfe am Leben erhalten und mit Leben füllen. Und dabei oft auch ungewöhnliche Wege gehen, mutige allemal. Nur ein Beispiel:

17.Juli 2013
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Nun haben sie sich offensichtlich eingelebt, die sechs Sperberhennen. Die erste Woche war wohl ziemlich aufregend für die Ladies. Es gab so viel zu entdecken in dem großen Gehege! Das Eierlegen schafften sie aber trotzdem, sehr zur Freude ihrer neuen Körnerspender. Nach der ersten Woche wurde es den Damen anscheinend zu warm. Es wurde ja endlich Sommer in Deutschland, wenigstens ein paar Tage lang. Außerdem mussten sie trotz gestutzter Flügel weiter ihre Flugkünste ausprobieren. Eierlegen wurde daher als überflüssig erachtet und bis auf weiteres eingestellt. Die allabendliche Anstrengung, statt im geräumigen Stall und auf den eigens eingerichteten Sitzstangen zu nächtigen, lieber auf dem schicken Staketenzaun Platz zu nehmen, kostete Nerven. Nicht die der Hühner, sondern vor allem die der Menschen, die sie nächtens lieber im mardersicheren Stall wissen wollten.

17.Juli 2013
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Kinder, die Katrin und Frank Heckers Büchlein „Tiere und ihre Spuren“ kennen, werden womöglich immer noch denken, die Milch käme von lila Kühen. Was sie aber bestimmt wissen werden: Dachse haben unterirdische Höhlen, Kaninchen sind Familientiere und die Pfotenabdrücke, die wie eine Kette exakt hintereinander gereiht wurden, hat ein Fuchs im Schnee hinterlassen. Außerdem werden sie Ringelnattern von Blindschleichen unterscheiden können und eine Menge mehr über allerhand wildes Getier in heimischen Gefilden wissen. Das handliche Büchlein führt Nachwuchs-Naturforscher schnurstracks auf die richtige Spur. Auch wenn der Titel zunächst ein wenig in die Irre führt: Echte Tierspuren in Form von Fußabdrücken stehen nicht im Mittelpunkt. Dafür werden aber jede Menge anderer Fragen beantwortet: Wo leben Eichhorn und Co? Was frisst ein Steinmarder? Was ist ein Gartenschläfer? Wenn auch nicht zu allen vorgestellten Tieren die gleichen Infos gegeben werden und noch so manche Frage offen bleibt: Auf jeden Fall macht das Bändchen Lust, mal genauer hinzuschauen. Und vielleicht sogar mal mit Buch in der Hand in den Wald zu gehen und den einen oder anderen Gesellen live zu erkennen.

28.Juni 2013
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Nun sind sie also endlich da! Sechs bildschöne Sperberhennen gackern, scharren und legen Eier. Den großen Auslauf genießen sie sehr, dösen in der Sonne oder picken nach allem, was irgendwie fressbar erscheint. Den großzügig angelegten Stall suchen sie bisher nur für die Nacht auf, und das auch nur nach freundlicher Aufforderung.  Die ersten netten Anekdoten kann ich auch schon erzählen. Von wegen: Sperberhühner fliegen nicht!

14.Juni 2013
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Was für eine schöne Idee! Da wäre ich gern dabeigewesen, habe aber leider zu spät davon erfahren. Weil ich aber trotzdem gerade ein sehr schönes Buch gelesen habe, dass auch andere interessieren könnte, verlose ich auf eigene Kappe unter den hoffentlich zahlreichen KommentatorInnen: Gaile Parkins "Kuchen backen in Kigali".

Wer mal einen atmosphärisch dichten, realitätsnahen Einblick in zentralafrikanischen -genauer ruandischen- Alltag bekommen möchte, ist mit diesem Buch gut bedient. Es ist ein zutiefst menschliches Porträt einer herzlichen Afrikanerin, die mit ganz alltäglichen Problemen genauso fertig werden muss wie mit der großen Last einer grausigen Vergangenheit. Die Autorin behält die afrikanische Brille auf, für europäische Leserinnen und Leser eine große Bereicherung, finde ich.

24.April 2013
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